29. Oktober 2021

Fünftes Spitzengespräch zum Kommunalen Bildungsmanagement

Wer, wenn nicht wir?! – Bildung und Beteiligung vor Ort strategisch steuern

 

Krisen binden kurzfristig sehr viel Energie. Gleichzeitig sind langfristige Strategien in allen Bereichen der Gesellschaft nötig, um auf künftige Herausforderungen vorbereitet zu sein. Für den Bildungsbereich unternehmen Bund, Länder und Kommunen aktuell große Anstrengungen, um die Folgen der Corona-Pandemie auszugleichen. Doch wie steht es um langfristige Entwicklungen in der Bildung – in den Strukturen und in der Qualität der Angebote? Das datenbasierte Bildungsmanagement bietet den Kommunen dazu ein umfassendes Instrumentarium, um die Entwicklungen vor Ort strategisch zu steuern. Die kommunale Ebene hat hier eine hohe Gestaltungsmacht, denn sie ist zu einem erheblichen Teil für die Infrastruktur für Bildung und Soziales verantwortlich – einschließlich der Angebote in Jugendhilfe, Sport und Kultur.

 

Bildung als Kernstück einer sozialen Kreis- und Stadtentwicklung

Fast alle Landkreise und kreisfreien Städte in Brandenburg haben in den vergangenen Jahren mit Unterstützung des Bundes Strukturen der Bildungssteuerung auf- und ausgebaut. Sie betrachten dabei Fragen der Bildungsentwicklung im Kontext der Gesamtentwicklungen der jeweiligen Region. Dies erfordert die Einbindung zahlreicher Perspektiven und Akteure. Innerhalb der Verwaltungen etabliert sich immer stärker eine integrierte, ressort- und ebenenübergreifende Herangehensweise. In den Bildungslandschaften vor Ort ist die Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und professionellen Expert*innen ein Schlüssel zum Erfolg.

 

Aufbruch in Brandenburg

Drei Verantwortungsträger*innen aus Brandenburger Landkreisen und Städten werden ihre Ansätze der datenbasierten Bildungssteuerung präsentieren und von den erwarteten Effekten auf die regionale Stadt- und Kreisentwicklung berichten. Sie liefern damit die Grundlage für einen vertrauensvollen Austausch unter den teilnehmenden Verwaltungsspitzen der Kommunen, den Vertreter*innen des BMBF und des MBJS.

Nach dem Auslaufen der Bundesförderungen haben die meisten Landkreise und Städte in Brandenburg die Strukturen und Personalstellen für das datenbasierte Bildungsmanagement verstetigt. Sie sind damit gut aufgestellt, um den Bildungsbereich als Motor für die kommunale Gesamtentwicklung zu nutzen. Gleichzeitig sind die Kommunen mehr denn je gefordert, langfristige Ziele zu definieren, Strategien für die Umsetzung zu entwickeln und angesichts knapper werdender Haushaltsmittel die notwendigen Ressourcen zu sichern. Das Spitzengespräch wird diese Fragen in den Fokus rücken. Diskutiert werden soll zudem, wie Bund, Land und Kommunen im Bildungsbereich sinnvoll kooperieren können und wie die Förderungen des Bund in den kommenden Jahren effektiv eingesetzt werden können.

 

Wissenschaftliche Perspektive

Prof. Dr. Horst Weishaupt wird die Herausforderungen in Brandenburg in bundesweite Entwicklungen einordnen. Er wird aufzeigen, wie der Abbau von Bildungsungleichheit nicht allein aus der Institution Schule heraus gelenkt werden kann, sondern dass dieses ein gemeinsames strategisches Handeln erfordert, was den Blick auch auf die Handlungsspielräume von Kommunen als Bildungsträger*innen und Gestalter*innen von Bildungslandschaften richtet.

 

Format Spitzengespräch

Die kommunalen Spitzengespräche der Transferagentur Brandenburg richten sich in erster Linie an Landrät*innen, Oberbürgermeister*innen und Dezernent*innen für Bildung, Jugend und Soziales. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht der Austausch zwischen kommunalen Verwaltungsspitzen. Impulse aus der Praxis wie aus der Wissenschaft geben Einblicke in aktuelle Fragen an der Schnittstelle von Bildung und Kommunalentwicklung.

 

 

 

Maschine Transferagentur Brandenburg Bibliothek Schloss Neuhardenberg

Wann?

Freitag, 29. Oktober 2021 von 9:30 – 12:30 Uhr

Onlinekonferenz – Kompakt auf den Punkt.

Vor dem Hintergrund der schwer vorhersehbaren pandemischen Lage wird das diesjährige Kommunale Spitzengespräch als Online-Veranstaltung via Big Blue Button stattfinden. Das Moderationskonzept sieht kurze, kompakte Impulse und einen interaktiven Austausch unter allen Teilnehmenden vor.

Kontakt für organisatorische Fragen

Anika Rosin
Veranstaltungsmanagement
Tel.: 0331 – 2378 5334
Mail: anika.rosin@transferagentur-brandenburg.de

Anmeldung und Programm

Hier finden Sie die Möglichkeit zur Anmeldung und Informationen zum Programm (pdf 705 KB).